FAQ

Warum brauchen Autos Motoröl?
Motoröl verhindert, dass der Motor eines Autos während der Fahrt beschädigt wird. Es schmiert die beweglichen Teile im Motor, z.B die Kolben und reduziert so die mechanische Reibung. Zudem kühlt es die Teile, die während der Fahrt heiß werden und an die das Kühlmittel nicht herankommt, schützt vor Korrosion und reinigt den Motor von Asche, Ruß und metallischem Abrieb.

Warum muss man Motoröl wechseln?
Motoröle nutzen sich ab und müssen daher regelmäßig gewechselt werden. Gründe für die Abnutzung sind die natürliche Öl-Alterung, der Abbau der Additive und der Viskositätsindex-Verbesserer sowie die Verschmutzung durch Verbrennungsrückstände wie Ruß, Schwefeloxide und Wasser, Staub aus der Atmosphäre und mechanischen Abrieb. Filterung oder Nachfüllen von frischem Motoröl genügen nicht. Bei Ottomotoren, die meist Kurzstrecke fahren, kann es ferner zu einer Verdünnung des Motoröls durch unverbrannte Benzin-Bestandteile kommen. Dadurch wird die Viskosität abgesenkt und die Schmierfähigkeit des Motoröls herabgesetzt. Ölverdünnung kann auch bei Dieselmotoren mit Partikelfilter auftreten.

Darf man Motoröle mischen?
Öle der gleichen Spezifikation bzw. Qualität können miteinander vermischt werden, ideal ist es aber nicht. In Ausnahmefällen, etwa, wenn unterwegs die Warnlampe für Öl aufleuchtet, kann man durchaus minderwertiges Öl (gemäß den Vorgaben Fahrzeugherstellers) nachfüllen. Achtung: Auf Dauer kann das Mischen verschiedener Öle Motorschäden verursachen! Daher sollte dann schnellstmöglich ein Ölwechsel gemacht werden.

Wie lange kann man Motoröl lagern?
Im verschlossenen Originalbehälter lässt sich Motoröl relativ lange lagern. Die Hersteller empfehlen allerdings, es höchstens drei bis maximal fünf Jahren aufzubewahren. Danach können Bestandteile der im Öl gelösten chemischen Additive ausfällen, die Zusätze sind dann nicht mehr gelöst, sondern bilden kleine Klumpen.
Außerdem „atmet“ jeder Behälter wegen wechselnder Umgebungstemperaturen, es zieht also Außenluft inklusive Feuchtigkeit ein. Auch das verringert durch chemisch-physikalische Reaktionen mit den Additiven die Leistungsfähigkeit des Motoröls.
Zudem erfordert der technische Fortschritt bei der Motorenentwicklung Öle mit immer höherer Leistungsfähigkeit. Zu lang gelagertes Öl wird diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht. In angebrochenen Gebinden sollte es höchstens ein halbes Jahr aufbewahrt werden.

Ölstand messen & prüfen aber richtig!
Ein falscher Ölstand kann Motorschäden verursachen. Deshalb sollte er regelmäßig bei warmem Motor überprüft werden. Warten Sie nach dem Abstellen des Motors etwa zwei Minuten. In dieser Zeit ist das Öl aus dem Motor in die Ölwanne gelaufen. Ziehen Sie erst dann den Ölmessstab heraus, säubern Sie ihn mit einem Tuch und führen ihn dann wieder bis zum Anschlag ein.
Anschließend erneut herausziehen und den Stand ablesen. Auf dem Messstab sind der minimale und maximale Ölstand vermerkt, der Ölfilm sollte mindestens bis zur Mitte zwischen den beiden Markierungen (eher in Richtung Max-Strich) reichen, keinesfalls aber darunter oder darüber hinaus. Ein Grund für zu hohen Ölstand kann Ölverdünnung sein.

Warum müss Öl nachgefüllt werden?
Reicht der gemessene Ölfilm nur knapp bis zur Minimal-Markierung oder liegt sogar darunter, müssen Sie schleunigst Öl nachfüllen. Der Einfüllstutzen befindet sich meist oben auf dem Motor, wo genau, ist in der Betriebsanleitung beschrieben. Wieviel Öl Sie einfüllen müssen, hängt vom Füllstand und der im Bordbuch angegebenen Füllmenge ab. Als Faustregel gilt: Zwischen der Min- und Max-Markierung liegt ungefähr ein Liter Öl. Tasten Sie sich lieber langsam ran, bevor Sie zu viel einfüllen. Wichtig: Vor dem erneuten Messen immer ein paar Minuten warten, damit sich das Öl absetzen kann.

Wechselintervall laut OEM 

Spezifikation

Maximale Intervalle

VW 50400 / 50700

30.000 km / 2 Jahre

VW 50200 / 50500

15.000 km / 1 Jahr

PSA Level 2, 3, 4

30.000 km / 1 Jahr

Ford WSS M2C 913 C

20.000 km / 1 Jahr

Renault RN0700/0710/0720

30.000 km / 1 Jahr

GM Dexos 2

30.000 km / 1 Jahr

Fiat

30.000 km / 2 Jahre

Toyota TGMA oder ACEA

15.000 km / 1 Jahr

BMW LL-01 / LL 04

30.000 km / 1 Jahr

Mercedes Benz 229.3/ 5/ 51

25.000 km / 1 Jahr

Porsche A-40

30.000 km / 1 Jahr

 

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